SOLARANLAGEN

Hier wollen wir die Erträge von Solaranlagen veröffentlichen. Zum einen haben wir hiermit einen Vergleich untereinander, ob die Solaranlagen einwandfrei funktionieren und zum anderen bekommen andere interessierte Bürger die Möglichkeit sich über solare Erträge zu informieren um selber entscheiden zu können ob eine Solaranlage für sie Sinn ergibt.

 

Wenn sie auch ihre Solardaten hier veröffentlichen wollen, dann schicken sie mir doch bitte diese, am besten mit einem Bild der Solaranlage zu. E-Mail: info@gariwaldi.de

 

Solar Partner - Andreas Zöllner
Solar Partner - Andreas Zöllner


Unterstützt wurden wir beim Bau der Anlagen und bei der Erstellung dieser Webseite von der Firma.

 

Andreas Zöllner - Solartechnik.

Herzogstraße 30

84561 Mehring / Öd

Tel.: 08677-66253

Mail: ZoellnerSolar@web.de

PHOTOVOLTAIK SOLARANLAGE

Photovoltaikanlage - Foto Oliver
Photovoltaikanlage - Foto Oliver

Photovoltaikanlagen boomten bis Anfang 2013 bis der Bund die Förderung deutlich zurück genommen hat. Neben dem Aspekt der Stromgewinnung haben diese Anlagen aber noch andere Vorteile, nämlich der Verschattung der Dachfläche und somit heizt sich auch das Dachgeschoss im Sommer nicht so stark auf. Bei uns wurde es dadurch möglich, dass wir das Schalfzimmer ins DG verlegen konnten, was vorher wegen der Hitze im Hochsommer trotz 28cm Glaswolldämmung nicht möglich war.

Jahr Peak Leistung Hersteller  qm Fläche  Aus-richtung  Dach-neigung

 Ertrag

Gesamt

Eigen- verbrauch 
2012 7,56 kW Heckert 60qm Süd/SüdOst 27° 7830kWh 1129kWh
2013 7,56 kW Heckert 60qm Süd/SüdOst 27° 7924kWh 1840kWh
2014
7,56 KW
Heckert
60qm
Süd/SüdOst
27°
8327kWh
2047kWh


THERMISCHE SOLARANLAGE

Solarthermieanlage - Foto Oliver
Solarthermieanlage - Foto Oliver

Thermische Solaranlagen können wie folgt eingesetzt werden

  • nur zur Warmwasserbereitung
  • oder zur Heizungsunterstützung und zur Warmwasserbereitung.

 Wir wollen euch hier einige thermische Solaranlagen im Ort vorstellen. Die nebenstehende Anlage ist meine eigene Anlage mit 15qm Kollektorfläche und ab 10:30Uhr steht sie bis Nachmittags um ca. 16:00Uhr voll in der Sonne. Der Peakwert einer solchen Anlage läßt sich eigentlich nur schwer ermitteln, da dieser von der Speichertemperatur abhängig ist. Aber das Meßgerät am Vor- und Rücklauf hat Spitzenleistungen von 21KW angezeigt. Leider habe ich dazu keine Daueraufzeichung der Daten.

Seit Oktober 2015 wurde diese Anlage um 9.5qm Vakuumröhrenkollektoren der Firma SUNRAIN erweitert. Diese hängen senkrecht an der Garagenwand unter dem Garagendach, somit erzeugen diese Kollektoren im Winter einen höheren Wärmeanteil und im Sommer so gut wie gar keinen. Durch das Vordach sind die Vakuumröhrenkollektoren von Schnee geschützt und sind immer betriebsbereit.

Solarthermieanlage in der Hambergerstrasse. Warmwasser und Heizungsunterstützung

 
Jahr Peak Leistung qm Fläche  Ausrichtung  Anlagen-neigung

 Ertrag

Gesamt

Nutzung Wasser- speicher 
2012  21kW 15qm

Süd/SüdOst

Morgens leicht verschattet

60° 1281 kWh WW und Heizung 1000l
2013 21kW 15qm

Süd/SüdOst

Morgens leicht verschattet

60°

3205

kWh

WW und Heizung 1000l
2014
35KW

15qm

+9,50qm

Süd/SüdOst

Morgens leicht verschattet

60°/90°

3640

kWh

WW und Heizung 1800l

Solarertragsdaten im Vergleich zum realen Öl- / Pelletverbrauch

Ölkessel von 1992 - Kesselwirkungsgrad 85%
Ölkessel von 1992 - Kesselwirkungsgrad 85%

Wie man sieht, sinkt unser Primäranergiebedarf aus Öl, bzw. seit Oktober 2015 aus Pellets stetig. Durch die Erweiterung der Anlage mit den Vakuumröhren im Oktober 2015 sieht man auch hier einen deutlichen Anstieg des thermisch nutzbaren Solarertrages.

Die thermische Anlage würde ja noch viel mehr Energie erzeugen, aber ist durch das Speichervolumen begrenzt, an manchen Tagen muss einfach abgeschaltet werden und die Wärme verbleibt ungenutzt im Kollektor. Diese Energieverschwendung ließe sich nur durch einen Kollektorverbund in der Gemeinde verbessern, bei dem alle überschüßige Energie aller Solaranlagen in ein Fernwärmenetz eingespeist würde.

Leistungsertrag in kWh der 15qm Solarthemieflachkollektoranlage im Vergleich zur 60qm Photovoltaikanlage (Seit Oktober 2014 wurde die Solarthermieanlage um 9,5qm Vakuumröhrenkollektoren erweitert)

Leistungsvergleich der beiden oben beschriebenen Anlagen - Akkumuliert
Leistungsvergleich der beiden oben beschriebenen Anlagen - Akkumuliert

Energiebilanz der Photovoltaikanlage im Verlauf eines Sonnentages

Energiebilanz der Photovoltaikanlage am 14.03.2014
Energiebilanz der Photovoltaikanlage am 14.03.2014

Wie man aus dieser Energiebilanz sehr schön ersehen kann, produziert die PV Anlage bereits im März soviel überschüßige Energie, dass man z.B. ganz gut eine 6 KW Wärmepumpe betreiben könnte und die Wärmeenergie für die Nacht in einem Wasserspeicher zwischenspeichern kann. Damit könnte man ganz deutlich seinen Heizölverbrauch absenken.

 

Was man auch sieht ist, dass die Hauptmenge des Netzbezuges Nachts stattfindet und dies als Akkumulierung relativ kleiner Stromverbräuche über Zeit. Unser nächtlicher Strombedarf liegt gerade mal bei 150W bis 200 W Dauerstrombedarf (Aquarium, Umwälzpumpe etc.) Die zwei Stromspitzen nach Mitternacht kamen vom Kühlschrank und dem Gefrierschrank und liegen mit max. 500 Watt ca. 300 Watt über dem "Grundverbrauch" von 200W und dauern nur ca. 15 Minuten. Auch hier würde ein relativ kleiner Stromspeicher der maximal 500Watt abgeben kann, sehr viel des Solarstromüberschusses des Tages in die Nacht retten können. z.B. ein 6 kWh Speicher mit einer Abgabe von max 500  Watt ins hauseigene Stromnetz.

Erster geeigneter Stromspeicher von TESLA?

Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt einen Stromspeicher einzubauen um die 6KWh Nachtstrombedarf zu puffern, aber wegen der bis dato (Frühjahr 2015) teueren Stromspeicher (ca. 8000 EUR), war das weder wirtschaftlich noch sinnvoll.

Kürzlich wurde nun der Stromspeicher von TESLA angekündigt. Ab Sommer 2015 soll dieser für $3000 zu haben sein und kann mit 10kWh den Nachtbedarf eines normalen Haushaltes locker speichern.


Im Durchschnitt der letzten 3 Jahre haben wir 2448 kWh pro Jahr an Strom zukaufen müssen, der Stromspeicher von TESLA könnte ca. 60% davon einsparen. Somit ergibt sich folgende Rechnung.

2448 kWh * 60% *0,27 EUR/kWh = 396,62 EUR / Jahr Stromkosten vom Netzbetreiber die man "einsparen" könnte.

Allerdings muss man auf Eigenverbrauch ja 19% MwSt. abführen.

==> Eigenkosten sind 63 EUR / Jahr an MwSt. (Eigenstromverbrauch)

Somit verbleiben 333 EUR / Jahr an Stromersparnis. Da wir den Strom aber mit 0,27 EUR/kWh verkaufen könnten, darf man hier nur die Steuerersparnis auf erzeilte Gewinne rechnen und diese beträgt bei unserer Anlage gerade mal 60 EUR, für diesen zusätzlichen Eigenverbrauch.

So gesehen würde sich der Stromspeicher erst in 50 Jahren rentieren - bei gleichbleibenden Strompreisen.

Nach wie vor bleibt der Stromspeicher also für ALTANLAGEN wirtschaftlich unrentabel.

Was dem TESLA Stromspeicher meines erachtens auch noch fehlt ist die Netzfreischaltung, die einen Inselbetrieb komplett ohne Stromnetz, z.B. bei Stromausfall erlauben würde.

Für mich heist es deshalb weiterhin - abwarten!

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